Sprecher
Prof. Dr. Karin Scharffetter-Kochanek
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Universität Ulm
Maienweg 12
89081 Ulm
Leiter
Prof. Dr. Hartmut Geiger
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Universität Ulm
James Franck-Ring 11c
89081 Ulm
|
Klinische Forschergruppe (KFO 142) -
Organigramm - bitte Bild anklicken -
Projektübersicht
Alterung betrifft verschiedene Organe (Organsysteme) mit Funktionsverlust, Morbidität und erhöhter Mortalität.
Alterungsvorgänge werden vermutlich durch das Zusammenspiel von genetischen (intrinsischen) und extrinsischen
Faktoren organspezifisch reguliert.
Übergeordnetes Ziel der Klinischen Forschergruppe ist es, die molekularen Wirkmechanismen der zellulären
Alterung und deren Bedeutung in der komplexen in vivo Situation verschiedener Organe näher zu charakterisieren,
und darauf aufbauend, präventive und therapeutische Ansätze zu entwickeln, die ein "gesundes Altern" ermöglichen.
Die gebündelte konzeptionelle und methodische Expertise der Klinischen Forschergruppe soll genutzt werden,
um Alterungsvorgänge an Organsystemen zu untersuchen, die übergeordnet sind (Immunsystem), Schrittmacherfunktion
für die gesamtorganismische Alterung (zentrales Nervensystem) oder Modellcharakter für Alterungsvorgänge des
Bindegewebes (Haut) haben. Projektübergreifend soll überprüft werden, in wieweit oxidativer Stress, veränderte
Signaltransduktion und Zell-Zell-Kommunikation bei intrinsischen und extrinsischen Alterungsvorgängen von
Bedeutung sind. Diesen zentralen Fragestellungen wird mit in vitro- und in vivo-Systemen nachgegangen, wie
konditionalen transgenen Mausmodellen mit Defizienz oder Überexpression von antioxidativen Enzymen,
DNA-Reparaturenzymen, Proteinen der alterungsrelevanten Insulin-, NF-kB- und FOXO1/3- abhängigen Signalwege,
Zellen und Biopsien von Patienten mit frühzeitigen Alterungssyndromen und Langlebigen, vergleichender genomischer
Hybridisierung, Mikroarray- und Bioinformatik Technologien, Anwendung von in vitro rekonstituierten Transkriptionssystemen,
funktioneller Proteomanalyse, Methoden zur Analyse von mitochondrialen Funktionen, und DNA-Schäden, Techniken zur
Charakterisierung der Thymusinvolution, sowie Vakzinierungsstrategien.
Dieses Vorgehen wird es ermöglichen, Mechanismen der altersbedingten Veränderungen des Immunsystems mit
gehäuftem Auftreten von Infektionserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Degeneration von Neuronen des ZNS
und altersbedingten Bindegewebeveränderungen mit Wundheilungsstörungen, Osteoporose, Arthrose und Arteriosklerose
besser verstehen zu lernen. Unsere Forschungsarbeiten ermöglichen somit einen kausal orientierten Beitrag zum
Themenfeld "gesund Älterwerden".
|